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Dessous

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Dessous
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Dessous

Dessous ([dəˈsuː] im Plural [-'suːs]) steht im deutschen Sprachgebrauch für Damenunterwäsche. Während beim Begriff Unterwäsche die praktisch-alltägliche Bedeutung im Vordergrund steht, wird mit Dessous gewöhnlich ein erotischer Aspekt assoziiert. Französisch bedeutet es "unterhalb" und geht über das Wort Unterwäsche hinaus, da es die Kleidung unter der Oberbekleidung umfasst.

Zur Geschichte siehe Unterwäsche.

Weblinks [Bearbeiten]

Wiktionary: Dessous – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Unterwäsche

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Unterwäsche bezeichnet Kleidungsstücke, welche unter den anderen Kleidungsstücken (Unter-Wäsche) direkt auf der Haut getragen werden und wegen des Hautkontakts regelmäßig gewaschen werden müssen (Unter-Wäsche). Dementsprechend gibt es für die verschiedenen Körperteile verschiedene Unterwäsche-Stücke, wie etwa Socken, Unterleibchen (Unterhemden), Unterhosen, Büstenhalter, Unterröcke etc.

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Technische Beschaffenheit [Bearbeiten]

Unterwäsche ist in der Regel aus sehr bequemen und hautfreundlichen Materialien wie Baumwoll-Feinripp, Seide etc. hergestellt, und muss meistens keinerlei optischen Ansprüchen genügen, sondern nur schützend und bequem sein, da sie bei vollständiger Bekleidung ohnehin von außen nicht sichtbar ist. Unter anderem aus diesem Grund ist Unterwäsche auch prinzipiell weiß bzw. ungefärbt. Allerdings hat sich dies mit der Mode teilweise auch geändert. So kann zum Beispiel die Unterhose beim Tragen eines Minirocks von außen gesehen werden. Daher werden in diesem Fall gerne auch farbige Unterhosen getragen.

Seit jüngerer Zeit werden mehr und mehr synthetisch hergestellte Materialien in der Unterwäscheproduktion verwendet. Diese Stoffe mit bis zu 8000 Filamenten (Fasern) pro Quadratzentimeter (deutlich feiner als Seide!), haben einen extrem niedrigen Querschnitt, sind hochelastisch, atmungsaktiv, feuchtigkeitsabweisend und dennoch formstabil. Diese Fasern bezeichnet man gemeinhin als Microfaser.

Unterwäsche oder auch Bekleidung allgemein aus Gestricken oder Gewirken wird auch Trikotage genannt.

Gesellschaftliche Aspekte [Bearbeiten]

Da Unterwäsche nicht für sichtbares Tragen gedacht ist, gilt das Tragen von Unterwäsche ohne darüberliegender Bekleidung vor Anderen als ungehörig. Das Klischeebild des Proleten etwa wird mitunter gerne mit Bierbauch, Bierflasche, Ballonseidenanzug, Badelatschen und Feinripp-Unterleibchen (Steigerung Netzunterhemd) gezeichnet. Auch eine Frau, die sich in der Öffentlichkeit mit einem Bikini-Oberteil zeigt, würde keine größere Irritation auslösen, eine Frau, die stattdessen einen BH trägt, sehr wohl. Im Zusammenhang mit dem Aufkommen des extrem kurzen Minirocks Ende der sechziger Jahre wurde allerdings das öffentliche Sichtbarwerden der weiblichen Unterwäsche gesellschaftsfähig und damit das Unterhöschen zu einem auch farblich auf den Rock abgestimmten Bestandteil der Mode.

Spätestens mit Popstar Madonna, die ein Gaultier-Bustier auf der Bühne trug, hat sich die Wahrnehmung der Unterwäsche insbesondere bei jungen Frauen radikal geändert. Mittlerweile ist es ein wohlkalkulierter Effekt, BH oder Slip (meist einen Stringtanga) unter der Oberbekleidung mindestens "hervorblitzen" zu lassen oder unter transparenter Kleidung sichtbar zu tragen (siehe dazu auch Panty line). Vergessen sind hingegen die emanzipatorischen 1968er Jahre, als Frauen -- feministisch bewegt -- auf jeglichen BH verzichteten.

Allerdings ist es an sehr warmen Tagen innerhalb gewisser Grenzen möglich, Unterwäsche teilweise auch wegzulassen. Viele Männer verzichten unter ihrem Kurzarmhemd oder T-Shirt auf ein Unterhemd. Und Frauen, die nicht berufsbedingt an irgendeine Kleiderordnung gebunden sind, verzichten dann gerne auf Strümpfe bzw. Socken. Vor allem Nylonstrümpfe werden bei großer Hitze oft als fast unerträglich empfunden. Und die Mode hat sich z.B. mit Schuhen, die barfuß getragen werden können und Nagellack für die Zehen auf diese Situation bestens eingestellt.

Geschichtliches [Bearbeiten]

Damenunterwäsche 1913
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Damenunterwäsche 1913

Aus altrömischer Zeit sind Abbildungen bikiniähnlicher Kleidungsstücke für Frauen dokumentiert, von denen aber nicht sicher ist, dass sie unter der normalen Oberkleidung getragen wurden. Für das Mittelalter ist eine Art Unterhosen für Männer überliefert, die den heutigen Unterhosen ähnlich sehen, aber auch hier ist nicht sicher, dass sie so im Alltag getragen wurden. Erst aus der frühen Neuzeit sind Teile von Unterwäsche sicher belegt, nämlich Hemden für Frauen wie für Männer.

Im 18. Jahrhundert trugen Frauen nur Hemden, Strümpfe und Unterröcke als Unterwäsche. Korsetts waren zwar Unterkleidung, aber nicht Wäsche, da sie nicht gewaschen werden konnten. Männer pflegten zur gleichen Zeit ihre langen Hemden zwischen den Beinen hindurchzuziehen, so dass sie auch die Stelle der Unterhose vertraten. Ab dem späten 18. Jh. sind spezielle Männerunterhosen belegt. Frauen trugen im Allgemeinen erst ab dem frühen 19. Jh. Unterhosen. Diese waren bis um 1900 im Schritt offen. Erst mit der Reformbewegung setzten sich geschlossene Unterhosen für Frauen durch.

Anfang des 20. Jh. entwickeln sich jene Formen der Unterwäsche, die wir heute kennen. Im Verlauf des Jahrhunderts entwickeln sich Teile der Unterwäsche zu Oberbekleidung fort (allen voran das T-Shirt, das ursprünglich ein Männerunterhemd war) oder werden zumindest teilweise vorzeigbar.

Unterwäsche wurde bis ins 19. Jahrhundert fast ausschließlich aus weißem Leinen gefertigt: Leinen war relativ billig und im Gegensatz zu Wolle gut waschbar. Baumwolle wurde erst im frühen 19. Jh. allgemein erschwinglich. Weiß wurde aus mehreren Gründen gewählt:

Diese Vorliebe für Weiß hat sich bis heute gehalten.

Spezialformen [Bearbeiten]

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 


Bikini

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Kleidungsstück Bikini. Für das gleichnamige Südseeatoll, siehe Bikini-Atoll.
Frau in rotem Bikini
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Frau in rotem Bikini
Bikini in der Antike (Mosaik aus der Villa Casale in Piazza Armerina, Sizilien)
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Bikini in der Antike (Mosaik aus der Villa Casale in Piazza Armerina, Sizilien)

Der Bikini ist eine zweiteilige Badebekleidung für Frauen, die vorwiegend zum Schwimmen und Sonnen getragen wird.

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Der Bikini im Lauf der Zeit [Bearbeiten]

Altertum [Bearbeiten]

Dem heutigen Bikini ähnliche Zweiteiler gab es schon lange. Dies belegen antike Wandmalereien und ein antikes Mosaik aus dem 4. Jahrhundert nach Christus im sizilianischen Bergstädtchen Piazza Armerina. Neun von ursprünglich zehn dargestellten römischen Sportschönheiten trugen Bikinis.

20. Jahrhundert [Bearbeiten]

Zwar begannen schon seit der Jahrhundertwende Modeschöpferinnen mit dem Büstenhalter und Hüfthalter das Zeitalter des Korsetts zu verabschieden, doch bis diese Dessous als "Dessus" ihren gesellschaftlichen Durchbruch schafften, verging noch einige Zeit. Ein Modell trug bezeichnenderweise den Namen Taboo. Erst die nach dem Zweiten Weltkrieg verfeinerte Textiltechnik und die Lockerung der gesellschaftlichen Sitten ermöglichten den Durchbruch.

Als französische Kreation wurde er im Jahr 1946 gleichzeitig einerseits durch Jacques Heim und andererseits Bart Louis herausgebracht und ursprünglich "Atom" genannt. Doch im Schatten von Hiroshima erwies sich dieser Name als ungeeignet. Er hatte inzwischen gewissermaßen seine "Unschuld" verloren.

Am 1. Juli 1946 warf eine US-amerikanische B-29 über dem Bikini-Atoll die erste Atombombe der Nachkriegszeit ab und leitete damit eine Testserie ein. Vier Tage später schickte Louis Réard das Model Micheline Bernardini mit vier kleinen Stoffdreiecken bekleidet über den Laufsteg in Paris. Das Atoll gab schließlich den Ausschlag für die Namensgebung. Das "Tabu" war gebrochen. Der brisante Name, der übersetzt "Land der Kokosnüsse" bedeutet, schlug ein wie eine Bombe. Die Wirkung, die dieser knapp geschnittene Badeanzug hervorrief, wurde mit der gleichen moralischen Entrüstung betrachtet wie die Atombombenversuche auf Bikini. Der Erfolg war garantiert.

"Als ich ein Kind war, ereignete sich die Zerstörung des Bikini-Atolls. Die nächste weltbewegende Nachricht war die von der Erfindung des Badeanzugs namens Bikini. Ich hatte die Idee: Zuerst gab es Bikini, davon blieb nichts übrig. Vorher gab es Badeanzüge, nun bestanden sie quasi aus nichts." Steve Reich auf die Frage, wieso er den Bikini in seiner Oper "Three tales" zu einem Hauptergebnis menschlicher Fortschrittssucht stilisiere.

Beim ersten James-Bond-Film "James Bond jagt Dr. No" entstieg 1962 Ursula Andress im cremefarbenen Baumwoll-Bikini dem Meer. Die Szene sorgte für eine sprunghafte Verbreitung des Textilstücks. In Anknüpfung an diese Szene entstieg Halle Berry 2003 im James-Bond-Film "Stirb an einem anderen Tag" ebenfalls unter den Blicken von James Bond, gespielt von Pierce Brosnan dem Meer. Noch im Jahr 1965 wurde eine Münchner Schülerin vor Gericht zu sechs Tagen Putzen im Altersheim verurteilt, weil sie mit nichts als einem Bikini bekleidet über den Viktualienmarkt spaziert war.

Da Bikinihosen ohne Beinansatz sind, kann seitliches Schamhaar sichtbar werden, was meist als unästhetisch empfunden wird. Aus diesem Grund praktizieren Frauen die so genannte "Bikinirasur", eine Form der Intimrasur, bei der nur derjenige Teil des Schamhaars entfernt wird, der beim Tragen eines Bikinis sichtbar werden würde. In Europa und den USA stellen die bikinirasierten Frauen, verglichen mit den voll-intimrasierten und den nicht intimrasierten Frauen, die größte Gruppe dar (40 bis 60 % der Frauen zwischen 15 und 40 Jahren).

Monokini [Bearbeiten]

1964 entwarf in Amerika der in Österreich geborene Modemacher Rudi Gernreich (19221985) eine weitere Steigerung von Bikini: den Monokini, in die Umgangssprache später auch als Oben ohne eingegangen. Sinngemäß wurde der folgende Verzicht auf jede Badebekleidung auch Nokini bezeichnet.

Trikini [Bearbeiten]

Ein kurzlebiger Modegag der 1960er Jahre war der Trikini. Wie der Name suggeriert, handelte es sich dabei um einen Dreiteiler. Da dabei jede Brust einzeln von einem Teil ohne Bänder bedeckt wurde, gestaltete sich die Befestigung schwierig und war nur durch Adhäsion oder Klebstoff möglich. Obwohl optisch ansprechend, hat er - weil unpraktisch - das Experimentalstadium der Modefotografie wohl nie verlassen und sich nicht durchsetzen können.

Unter demselben Namen entwarf im 21.Jahrhundert ein Modedesigner aus Landshut einen Bikini mit zusätzlicher variabler Tasche.

Arten von Bikini [Bearbeiten]

Bikinis in einem Schaufenster
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Bikinis in einem Schaufenster

Bikini-Oberteil [Bearbeiten]

Die Oberteile sind meist entweder auf dem Rücken und im Nacken oder normal, d. h. wie bei einem BH, zu binden.

Bikini-Hose [Bearbeiten]

Die Hosen sind entweder "am Stück" oder seitlich zu binden.

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Wiktionary: Bikini – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
Commons: Bikini – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Mode

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Mode (v. französ.: mode; aus lat.: modus Art) bezeichnet die in einem bestimmten Zeitraum und einer bestimmten Gruppe von Menschen als zeitgemäß geltende Art, bestimmte Dinge zu tun, Dinge zu benutzen oder anzuschaffen, sofern diese Art, etwas zu tun etc., nicht von großer Dauer ist, sondern im Verlauf der Zeit infolge gesellschaftlicher Prozesse immer wieder durch neue - dann als zeitgemäß geltende - Arten revidiert wird, sofern sie also zyklischem Wandel unterliegt.

Mit Moden werden also i.d.R. eher kurzfristige Äußerungen des Zeitgeistes assoziiert. Vergleichsweise längerfristige Äußerungen des Zeitgeistes, die sich über mehrere Modewellen hinweg in positiver Bewertung halten können, gelten nicht als Mode, sondern als Klassiker.

Jede neue Mode etabliert neue Verhaltens-, Denk- und Gestaltmuster, entweder als neue Optionen (als "Kann" -als neue mögliche Muster) oder als neue Standards (also als "Muss" - allgemein gefordertes Muster - bzw. als allgemein angestrebtes Muster). Jede neue Mode bringt damit neue Wertungen mit sich und bewertet damit auch bestehende Phänomene der menschlichen Umwelt immer wieder neu: Bestimmte Phänomene gelten als modisch, andere als altmodisch, wieder andere als klassisch.

Am häufigsten wird mit Mode die kurzfristig als aktuell geltende Art sich zu kleiden, zu frisieren bzw. nach außen zu geben gemeint. Diese Moden sind Momentaufnahmen eines Prozesses kontinuierlichen Wandels.


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Erweiterte Definition [Bearbeiten]

Soziologisch betrachtet drückt Mode die Normierung gesellschaftlicher Beziehungen, die Zuordnung zu bestimmten Gruppen der Gesellschaft und die Anpassung von Individuen in einem bestimmten Zeitabschnitt aus, sowie den stetigen Wandel dieser Norm, sowie die stetige Infragestellung und die stetige Auflösung bestehender Normen.

Der Begriff beinhaltet folgende Bedeutungsaspekte.

1. etwas, das dem gerade vorherrschenden bevorzugten Geschmack oder den vorherrschenden Überzeugungen entspricht. Es gibt auch wissenschaftliche und intellektuelle Moden.

2. etwas, was gerade üblich ist: Sitte, Brauch, Gewohnheit

3. etwas, was einem ständigem Wandlungsprozess unterzogen ist, einem Wandlungsprozess bzgl. dessen was in einem gesellschaftlichen Kontext als üblich, vorherrschend oder als dem Zeitgeschmack entsprechend angesehen wird.

Dieser Artikel stützt sich ausschließlich auf diese Definition.

Davon abweichende Bedeutungen [Bearbeiten]

Manchmal wird der Begriff "Mode" auch in anderer Bedeutung verwendet. Diese abweichenden Definitionen werden hier nur erwähnt, aber nicht im Rahmen dieses Artikels verwendet:

1. "Mode" wird umgangssprachlich häufig synonym mit "Kleidung" verwendet.

2. "Mode" als Verkürzung des Begriffs "Kleidermode"

3. "Mode" als Kurzform für Schwingungsmode (oft englisch ausgesprochen). Ein Schwingungszustand z. B. bei Hohlleitern in der Hochfrequenztechnik. (Dieser Begriff wird in diesem Artikel nicht behandelt).

Das Spannungsfeld der Begriffe Mode, Kleidermode und Kleidung [Bearbeiten]

Auch wenn umgangssprachlich "Kleidung" und "Mode" oft synonym verwendet werden, ist eine Abgrenzung beider Begriffe von einander zu empfehlen.

Moden und Modeprozesse betreffen nicht nur Kleidung. Die Moden und Modeprozesse, die Kleidung betreffen, werden hier als "Kleidermoden" bezeichnet.

Kleidung kann nicht nur unter dem Blickwinkel der Mode bzw. Kleidermode betrachtet, ausgewählt und getragen werden, sondern beispielsweise auch unter den Aspekten Fetisch (siehe auch Fetischismus), regional-üblicher Kleidung oder situationsspezifischer Kleidung. Meist ist Mode hier nur einer von mehren Faktoren, die sich überlagern.

Abgrenzung von anderen Begriffen [Bearbeiten]

Zeitgeist und Zeitgeschmack [Bearbeiten]

Moden werden vom jeweils aktuell herrschenden Zeitgeschmack bzw. Zeitgeist ausgelöst und bestimmt. Sie entsprechen dem Zeitgeist, sie spiegeln ihn wider, aber sie sind nicht mit ihm gleichzusetzen: Während der Zeitgeschmack die Gesamtheit der kollektiven Geschmacksurteile (und der Zeitgeist die Gesamtheit der kollektiven Urteile jeglicher Art) bezeichnet, bezeichnet die Mode die Gesamtheit an neu entstandenen oder neu bewerteten ästhetischen Äußerungen und Verhaltensweisen, die diesem Zeitgeist gerecht werden.

Trend [Bearbeiten]

Darüber hinaus ist der Begriff Mode auch vom Begriff Trend abzugrenzen. Trends und Megatrends bezeichnen Tendenzen, in die eine Entwicklung geht, in deren Richtung sich die Moden entwickeln.

Modern [Bearbeiten]

Das Adjektiv zu Mode ist modisch ("der Mode entsprechend"), nicht zu verwechseln mit "modern", dem Adjektiv zu Moderne. Umgangssprachlich wird der Begriff "modern" häufig im Sinne von "modisch" verwandt.


Mode als Prozess und Status Quo [Bearbeiten]

Der Begriff Mode ist ein unscharfer Begriff. Er bezeichnet zugleich einen Prozess und einen aktuellen Status Quo.

Als Status Quo bezeichnet Mode den Geschmack bzw. die Überzeugungen, die aktuell innerhalb einer Gesellschaft oder einer gesellschaftlichen Gruppe vorherrschen.

Als Prozess bezeichnet er den Prozess der gesellschaftlichen Veränderung dieses Zeitgeschmacks bzw. dieser Überzeugungen. Mode ist in diesem Sinne ein gesellschaftlicher Prozess der Auf-, Um- und Neubewertung von Gegenständen jeglicher Art. Materieller und ideelle Art.

Wenn von Mode als Status Quo die Rede ist, schwingt aber im Hintergrund immer diese Assoziation von Prozesshaftigkeit mit. Die aktuellste Mode ist immer etwas Flüchtiges.

Im Gegensatz dazu weckt der Begriff Zeitgeschmack die Assoziation einer in einer Epoche in etwa gleich bleibenden gesellschaftlichen Bewertung.

Verbreitung [Bearbeiten]

Die heutige Verbreitung von Moden ist durch den Massenkonsum geprägt, wobei Werbung und Massenmedien eine wichtige Rolle spielen. Es lassen sich klare Globalisierungstendenzen in der Mode beobachten.

Historisches [Bearbeiten]

Im Mittelalter galt die Mode als Merkmal der Standeszugehörigkeit, die mit genauen Vorschriften belegt war. Heute ist Mode vor allem ein Mittel der Selbstdarstellung und Individualisierung, Ausdruck des Lebensstils.

Psychologie und Sozialpsychologie der Mode [Bearbeiten]

Die Psychologie der Mode scheint auf den ersten Blick einfach und schnell zu beschreiben und zu begründen sein. Häufig werden dabei folgende Aspekte erwähnt:

Es wirken eine Reihe von Grundbedürfnissen zusammen, aus denen die Modeerscheinungen psychologisch erklärt werden können: Das Grundbedürfnis nach Beachtung, um aufzufallen oder Interesse zu wecken. Das Grundbedürfnis nach Anerkennung, Bedeutung und sich selbst und Anderen zu gefallen. Weiterhin wichtig sind die Bedürfnisse nach Abwechslung und Individualität, wobei letzteres mit dem Wunsch nach Konformität in Widerspruch zu stehen scheint.

Dennoch greift dieses Erklärungsmuster zu kurz: denn Mode ist ein hoch-komplexes gesellschaftliches Phänomen, das seine Wurzeln in sehr unterschiedlichen individuellen und kollektiven Bedürfnissen hat.

Ohne die komplementären Bedürfnisse von Zugehörigkeit und Abgrenzung, Konformismus und Individualismus, Expression und Tarnung, Exhibitionismus und Verhüllung ist das Phänomen sicherlich nicht erklärbar.

Dennoch ist das nur ein Teil der Ursachen von Mode. Unüberschaubar viele individuelle Faktoren kommen dazu. Beispielsweise die persönliche Bedeutung konkreter aktueller Modethemen und -bilder für die individuelle Persönlichkeit und die entsprechende Lebenserfahrung. In der Kleidermode wird das besonders deutlich: Kleidung, auch modische Kleidung, ist oft ein sehr persönlicher Ausdruck des individuellen Lebensgefühls, einer aktuellen Stimmung oder von Sehnsüchten, Träumen und Visionen. Insofern ist Kleidung dann auch ein alltägliches Rollenspiel oder Rollen-Einnehmen. Ein Sich-Aneignen erträumter Rollen. Aber auch das ist nur ein Beispiel, das auch jenseits des Bereichs Kleidung anwendbar ist. (weiterführende Literatur: Hoffmann, "Kleidersprache")

Zitate [Bearbeiten]

Siehe auch [Bearbeiten]

Zeitgeschmack, Jugendkultur, Kleidung, Outfit, Kleidermode, gesellschaftliche Prozesse, Schneider (Beruf), Modedesign, Modefotografie, Nude-Look, Farbtypenlehre, Schönheit, Textilindustrie, Streetwear Store Finder

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]